Der Stifter
Hans-Hermann Toedter wurde am 24. Juli 1928 in Wilhelmshaven als Sohn von Heinrich Dodo Toedter (bzw. Tödter) und Hildegard Toedter, geb. Runk, geboren. Die Mutter stammte aus St. Stefan in der Steiermark. Sie studierte Medizin, zunächst an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. 1927 promovierte sie an der medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit der Arbeit »Über ein zentrales Neurinom mit intramedullären Tumoren«. Der Vater von war von Beruf Frauenarzt. Die schulische Laufbahn absolvierte Hans-Hermann Toedter vermutlich in Wilhelmshaven. Anschließend dürfte er in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre an der Technischen Universität in Darmstadt studiert haben. Er war Diplom-Ingenieur und arbeitete zunächst an Radartechnik im militärischen Bereich. Später war er vermutlich bei Telefunken im Bereich der Radartechnik am Forschungsinstitut in Ulm tätig. Dort dürfte er an der Entwicklung von »Blitzern« mitgearbeitet haben. Darauf lassen eine Veröffentlichung sowie mehrere Patente schließen. Hans-Hermann Toedter blieb ledig. Er starb im Alter von 88 Jahren am 29. April 2017.
Die Stiftung
Einen guten Teil seines Vermögens brachte der Stifter Hans-Hermann Toedter in eine Stiftung mit dem Zweck der Förderung der Wissenschaft ein:
»Der unmittelbare und ausschließliche Zweck der selbstlos tätigen Stiftung soll die Förderung der Wissenschaft und zwar der mathematisch-naturwissenschaftlichen Erkenntnis und die Vermittlung an den Nachwuchs der Staaten der Europäischen Union, vorzugsweise der Einwohner der Bundesrepublik Deutschland, sein.«
Themen
Themenschwerpunkte sind insbesondere:
- Mathematische Prinzipien in der Naturwissenschaft:
Konvergenzgrenzen, Grenzen der Wahrnehmung (Kräfte), mathematisch definierte Erkenntnisgrenzen (Goedel), Scio quod nescio! – Grenzen momentaner Leistungsfähigkeit. - Beschreibung von Vorgängen durch Größen der Wahrscheinlichkeitsrechnung:
Arithmetischer und geometrischer Mittelwert und Korrelation: Einfluss unserer begrenzten Wahrnehmung. Equivalenz von ko- und kontravarianter Darstellung: Welle und Korpuskel. - Vektoranalysis, Grundlagen und Anwendung auf Tensoren:
Der Einfluss der Darstellung: invarianter Größen durch Austausch kovarianter durch kontravariante Teile, Abhängigkeit von Beobachtungsergebnissen vom Beobachterstandpunkt und welche Betrachtungen invariant sind. - Quantenphysik:
Endliche Mengen, prinzipielle Ungenauigkeit/Unschärfe und die Begrenztheit der Wahrnehmung. - Deutung physikalischer Gleichungen (Algorithmen) als Approximation:
Sinn der Begrenzung.
Allgemein: Darstellung von Eigenschaften und ihre Begrenzungen (Beispiele: partielle Integration, Supersymmetrie, Mannigfaltigkeiten, Begrenzung der Zahlenumfänge).
Speziell: Analytische Funktionen bestimmt durch Pole und Nullstellen. Supersymmetrie bestimmt durch Entwicklung der binomischen Reihe bei endlichem, n-ten Produkt um den Wert 1 (Einheitswert). - Anwendungen:
Riemannsche Räume, allgemeine Relativitätstheorie, Kalibrierung des Alls durch die Hubble-Konstante nach Willem de Sitter (Erweiterung der Naturgesetze), Fundament von »Urknall« und »Standardtheorie«, Kalibrierung, Kontravariante Quantenmechanik.